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    Tag 0 - oder: Auf geht's mit Geschrei  

Shanghai ist anders!
Tag 0 - Auf geht's mit Geschrei
Tag 1 - Shanghai lacht
Tag 2 - Im Land der Fahrräder
Tag 3 - Bootsfahrt
Tag 4 - Shoppingwahn
Tag 5 - Das Gehupe nervt
Tag 6 - Nr. 5 ist groß genug
Tag 7 - Der Preis ist heiß
Tag 8 - Fehlende 2 Meter
Tag 9 - Zünftige Bierstube
Tag 10 - Über den Wolken
Tag 11 - Fragen & Antworten
Tag 12 - Letzte Runde
Tag 13 - Der Abschied

 

 

 

 


D
üsseldorf, zu Hause. Es klingelt. Taxi ist da. Gott sei Dank. Frau ist tierisch aufgeregt, und ich bin hypergespannt. Wir haben beide, aus völlig verschiedenen Gründen, mit den Hufen geschart und wollten endlich los. Taxiunternehmen schickt eine Frau. Gut, werden die völlig übergewichtigen Koffer alleine getragen. Koffer nach unten gehievt, stellen wir allesamt fest: Ein Mercedes der größeren Bauweise schafft auch keine Wunderdinge was sein Fassungsvermögen angeht. Egal, sitzt ein Koffer auf dem Beifahrersitz, wir setzen uns brav nach hinten.

 Die Fahrt zum Airport Düsseldorf verbringen wir damit, die verschiedenen Taktiken und Strategien zu besprechen, wie wir den netten Lufthansa-Mitarbeiter oder -Mitarbeiterin so becircen, dass die nicht genannte Anzahl der „Überkilos“ nicht eine saftige Reisegelderhöhung nach sich ziehen. Und ich, wie trottelig, war fest in der Annahme nur auf dem Rückflug viel zu viel Gepäck zu haben. Natürlich wegen der „hey man, it´s all original but very cheap“ Klamotten aus dem Land der tausend Teesorten oder sollte ich sagen aus dem Land der tausend Fakes?

 Lufthansa hat vier Schalter geöffnet, alles Frauen. Jetzt heisst es, natürlich mit der Genehmigung der eigenen Frau, allen Charme und Nettigkeiten kompakt bereit halten. Schließlich geht’s um knapp 300 Euro. Vor uns gibt es direkt Ärger. Ein, ich will es mal höflich formulieren, südländischer Mann probt den Mordsaufstand, lamentiert und läuft fast rot an. Oh man, kann dieser Depp nicht einfach abhauen. Wir brauchen gutgelauntes Eincheckungs-Personal.

 Ding, ding......ring, ring……überall klingeln “Mobiles”. Es könnte ja das letzte Gespräch auf Erden sein.

 So, wir sind an der Reihe. Haben wir uns eben noch über die Zeitverzögerung des cholerischen Mannes aufgeregt, so halten wir die nette junge Dame sicher mehr als 15 Minuten auf, verabschieden uns dann aber artig, nachdem sie mich „Schatzi-Mausi“ genannt hat, und genießen die innere Freude, einen Batzen Geld gespart zu haben. Wow, das geht gut los.

Unsere Freude währt knapp 800 Kilometer. Umsteigen in München. In der Wartehalle sieht es aus wie in einem asiatischen Kinderhort. Quatsch, wie auf einer Frischlinsstation beim Zeugungsweltmeister aus China. Babys wo wir hinschauen. Am nächsten Tag treffen wir unseren schwulen Steward im Hotel, der bestätigt, dass 14 Babys an Bord waren. Zur Info: 15 pro Flug sind erlaubt und mehr als auf diesem Flug hat er auch noch nicht erlebt. Oh je, hoffentlich schlafen die alle durch. Um es kurz zu machen: Sie taten es nicht. Dafür hat einer der kleinen Hosenscheißer die ganze Nacht geschrieen.

 Um den Tag Null mit dem Thema „Ruhestörung“ abzuschließen. Ist euch mal aufgefallen, dass das Kommunikationsmedium „Handy“ der größte zwischenmenschliche Kommunikationskiller unter der Sonne ist? Anstatt mit dem Neben-, Hinter- oder Vordermann in der Schlange zu reden, diskutieren oder lamentieren, wird telefoniert bis der Pilot sagt: „Please turn off your mobile phones.“

 Angekommen am anderen Ende der Welt kriegen wir den Mund im Taxi kaum zu. Puh, ist diese Stadt groß, die Häuser hoch und die Lichter schier unendlich. Hotel ist bombastisch, kurz aufs Zimmer, äh auf, oder sagt man in die Suite. Dann kurzer Spaziergang und ab zum essen. Erstes Essen, erster Reinfall.........es kommen ja noch 14 Tage