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    Tag 12... - oder: Der Abschied  

Shanghai ist anders!
Tag 0 - Auf geht's mit Geschrei
Tag 1 - Shanghai lacht
Tag 2 - Im Land der Fahrräder
Tag 3 - Bootsfahrt
Tag 4 - Shoppingwahn
Tag 5 - Das Gehupe nervt
Tag 6 - Nr. 5 ist groß genug
Tag 7 - Der Preis ist heiß
Tag 8 - Fehlende 2 Meter
Tag 9 - Zünftige Bierstube
Tag 10 - Über den Wolken
Tag 11 - Fragen & Antworten
Tag 12 - Letzte Runde
Tag 13 - Der Abschied

 

 

 

 

 

Für Yvonne war die Arbeitsreise immer noch nicht beendet. Ein halber Bürotag lag noch vor ihr. Auch von den Arbeitskollegen hieß es nun Abschied nehmen. Da ich sie kenne, konnte ich mir die feuchten Augen regelrecht vorstellen. Mein Abschied fand in einem sehr langen Gespräch mit dem Food und Beverage Manager des Hotels statt. Wir ließen die letzten Tage Revue passieren und sorgten durch unser teils sehr lautem Gelächter für einiges Aufsehen bei Gästen und Angestellten des Hotels. Auschecken stellte uns noch einmal vor eine sehr große Herausforderung, da die Englischkenntnisse der Damen am Empfang ähnlich ausgeprägt waren, wie unsere Erfahrungen über das Leben in Shanghai. Also eher dürftig.

 Die anschließende Fahrt zum Flughafen wurde zu einer langen Abschiedstour. Shanghai zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der Himmel wurde nur durch die endlos vielen Lichter der Stadt erleuchtet. Wie schnell die Tage doch herum gegangen sind.

Am Flughafen dann etwas Panik. Die letzten Tage hatte ich mir eine kleine Erkältung zugezogen. Am Zollschalter standen wenig freundlich wirkende Chinesen in weißen Kitteln, die eine Wärmebildkamera bedienten. Auch hier ließ die Vogelgrippe grüßen. Jetzt bloß und bitte keine erhöhte Temperatur haben. Längerer Aufenthalt in Shanghai gerne, aber dann nicht in einer Quarantänestation am Flughafen. Bedenken waren völlig umsonst und wahrscheinlich auch völlig überzogen. Ab zur Lufthansa, Gepäck aufgeben und sich so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass in einigen Stunden nicht mehr so einfach geflucht und beleidigt werden darf, wie teilweise in den letzten Tagen. In knapp 15 Stunden wird wieder deutsch gesprochen. Der Flug war diesmal ruhig, Babys waren keine an Bord. Nur eine elendige Modezicke auf dem Platz vor uns, die meinte sie wäre etwas besseres und mit ihrer primitiven arroganten Art jeden gegen sich aufbrachte.

 Beim Zwischenstopp in München wurde erst mal ausgiebig und viel gefrühstückt. Ich hatte mein Magenheil wieder gefunden. Kurz darauf sind wir auch schon daheim angekommen. Auspacken viel flach. Erstmal eine Runde aufs Ohr gelegt, dann telefoniert und Rückmeldungen erstattet. Was dann an diesem Abend passiert ist, errät keiner von euch. Da wir zum einkaufen natürlich keine Zeit hatten, haben wir uns essen bestellt. Und jetzt kommt der Hammer: Ich habe vorgeschlagen den Chinesen um die Ecke anzurufen. Ich wollte endlich chinesisch essen. Und wisst ihr was: Es war verdammt lecker! Chinesisch ist halt nicht gleich chinesisch. Speziell Shanghai ist anders, ganz anders.